Bielefeld
Apotheken in Bielefeld
Die kreisfreie Stadt Bielefeld im Regierungsbezirk Detmold hat 323.000 Einwohner, die von 92 Apotheken versorgt werden. Aufgrund seiner Lage an der Kreuzung mehrerer alter Handelswege und an einem wichtigen Pass über den Teutoburger Wald entwickelte sich Bielefeld zum Wirtschafts- und Finanzzentrum der Grafschaft Ravensberg. Die Bewohner, überwiegend Kaufleute und Handwerker, wurden durch den Beitritt zur Hanse im 15. Jahrhundert zunehmend wohlhabender. Dazu trug im 17. Jahrhundert die Entwicklung des Leinenhandels bei, als die Bauern der Gegend Flachs anbauten. So wurde Bielefeld zur Leinenstadt. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich zusätzlich die Tabakproduktion und mit der Gründung des Oetker Konzerns Ende des 19. Jahrhundert wurde die Nahrungsmittelindustrie für Bielefeld bedeutsam. Apotheker Dr. August Oetker, der zunächst Backtreibmittel in seiner Apotheke verkauft hatte, begann gebrauchsgerecht abgepacktes Backpulver industriell herzustellen. Im Jahr 1900 baute Oetker die erste Fabrik und verkaufte 1906 bereits 50 Millionen Päckchen Backin.
Heute wird die Wirtschaft der Stadt durch das verarbeitende Gewerbe mit den Sparten Nahrungs- und Genussmittel, Metallverarbeitung, Maschinenbau, Chemie und Bekleidung bestimmt. Neben Oetker haben Dürkopp-Adler, Gildemeister, Schüco, Marktkauf Holding und die Spedition Kühne + Nagel sowie TNS Emnid und TNS Infratest ihren Firmensitz in Bielefeld. Seit 1969 ist Bielefeld Universitätsstadt. Im Westen, unterhalb des Teutoburger Waldes, entstand ein Gebäudekomplex, der alle Fakultäten unter einem Dach vereint. Die Von Bodelschwinghschen Anstalten Bethel wurden 1867 in Bielefeld gegründet. Nicht weit entfernt in der Deckertstraße befindet sich die Egge Apotheke von Apothekerin Bangel. Die Adler Apotheke in der Johannisstr. im Stadtteil Schildesche besteht seit 1809. Außer der Adler Apotheke betreibt Apotheker Müller auch das Blisterzentrum Bielefeld.