Apotheker PTA PKA

Häufige Fragen rund um die Apothekenberufe

Welche Apothekenberufe gibt es?

In Deutschland arbeiten in Apotheken Vertreter der folgenden Berufe: Apotheker, pharmazeutisch-technische Assistenten (PTAs), Apothekerassistenten, Pharmazieingenieure, Apothekenassistenten und pharmazeutische Assistenten sowie Personen, die sich in der Ausbildung zum Apotheker oder zum pharmazeutisch-technischen Assistenten befinden. Diese bilden das pharmazeutische Personal.

Darüber hinaus beschäftigen Apotheken auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zum nicht-pharmazeutischen Personal gehören. Dies sind insbesondere pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte (PKA), aber auch Apothekenhelfer, Apothekenfacharbeiter und sonstige Angestellte.

Welche Ausbildungsmöglichkeiten für Apothekenberufe gibt es?

Eine Ausbildung ist nur noch zum Apotheker, zum pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) oder zum pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten (PKA) möglich. Die übrigen Apothekenberufe laufen dagegen aus, weil sie auf früheren Ausbildungsgängen und Vorschriften in den alten beziehungsweise in den neuen Bundesländern beruhten.

Welchen Schulabschluss brauche ich für welchen Apothekenberuf?

Für die Ausbildung als PKA ist ein Hauptschulabschluss Voraussetzung, für eine PTA-Ausbildung brauchst Du einen Realschulabschluss. Um Apothekerin/Apotheker zu werden, musst Du zunächst ein Pharmaziestudium an einer Universität absolvieren, für das Du die allgemeine Hochschulreife (Abitur) brauchst.

Wer darf was in der Apotheke?

Die Tätigkeitsfelder der einzelnen Berufe in der Apotheke sind in der Apothekenbetriebsordnung relativ streng geregelt. So dürfen pharmazeutische Aufgaben nur durch das pharmazeutische Personal erledigt werden. Dazu gehören beispielsweise die Entwicklung, die Herstellung, die Prüfung sowie die Abgabe von Arzneimitteln. Auch das Informieren und Beraten von Patienten zu Arzneimitteln ist dem pharmazeutischen Personal vorbehalten. Dabei trägt der Apotheker stets die Verantwortung, während die anderen Angehörigen des pharmazeutischen Personals seiner Aufsicht unterstehen. Nicht-pharmazeutische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dürfen zu pharmazeutischen Aufgaben nur sehr begrenzt eingesetzt werden; insbesondere dürfen sie keine Arzneimittel an Patienten abgeben.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen PTA und PKA?

PKA sind überwiegend kaufmännisch tätig und gehören nicht zum pharmazeutischen Personal. Sie übernehmen vor allem Verwaltungsaufgaben, während PTA vor allem pharmazeutische Aufgaben erledigen und unter Aufsicht eines Apothekers auch im Verkauf tätig sind. PKA dürfen lediglich frei verkäufliche Artikel wie Hygieneprodukte und Kosmetika verkaufen, während ihnen die Abgabe von Arzneimitteln grundsätzlich untersagt ist.

Wer verdient in der Apotheke am besten?

Entsprechend ihrer umfassenden Verantwortung erhalten angestellte Apotheker die höchste Vergütung unter allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer Apotheke. Allerdings setzt der Zugang zum Apothekerberuf auch die längste und anspruchsvollste Ausbildung unter allen Apothekenberufen voraus. Pharmazeutisch-technische Assistenten liegen bei der Vergütung im "Mittelfeld", während PKA die geringste Bezahlung erhalten.

Einen Sonderfall stellen die Apothekenleiter dar, die als selbständige Unternehmer fungieren. Ihr Einkommen entspricht dem Gewinn, den die Apotheke erwirtschaftet, - oder anders gesagt, dem Anteil der Umsatzerlöse, der nach Abzug sämtlicher Kosten und Steuern noch übrig bleibt. Hier ist die Spannbreite sehr groß, und die Verdienstmöglichkeiten sollten realistisch eingeschätzt werden. Denn während einige Apotheken durchaus beträchtliche Gewinne erzielen, gibt es auch eine ganze Reihe von Apothekenleitern, denen nur ein Einkommen verbleibt, das zum Teil sogar unter den tarifvertraglichen Gehältern fest angestellter Apotheker liegt.